Liebig-Wöhler-Freundschaftspreis


Der Liebig-Wöhler-Freundschaftspreis ist ein seit 1994 vergebener Wissenschaftspreis für chemiehistorische Forschung, vorzugsweise über Justus von Liebig und Friedrich Wöhler. Der Preis wurde gestiftet von Wilhelm Lewicki, UrUrUr-Enkel Justus von Liebigs. Das Preisgeld beträgt 1 500 Euro.

Die Preisvergabe wird auch nach dem Ableben des Stifters, Wilhelm Lewicki, weitergeführt von Loretta Lewicki, seit 2001 Alleingesellschafterin der Prohama B.V. und E.V.A. GmbH. Die Findung des Preisträgers erfolgt ausschließlich in Zusammenarbeit mit der Göttinger Chemischen Gesellschaft, Museum der Chemie e.V.

Die feierliche Vergabe des Preises sowie einer Medaille erfolgt in Göttingen durch die "Göttinger Chemische Gesellschaft, Museum der Chemie e.V." meist im Frühsommer auf der Jahresversammlung der Göttinger Chemischen Gesellschaft, manchmal auch gleichzeitig mit der Tagung der GDCh, wenn diese in Göttingen stattfindet.


1994:
Die ersten beiden Preisträger (20. Oktober) waren Dr. Emil Heuser, Leverkusen, und Dr. Pat Munday, Butte Montana, USA.
1995:
wurden anläßlich einer GDCh-Veranstaltung der Universität Göttingen
(am 4. Mai) als Preisträger: Professor William H. Brock, Leicester University, UK, und Dr. Mark Russell Finlay, Armstrong State College, Savannah Georgia, USA, ausgezeichnet.
1996:
Preisträger waren: Dr. Regine Zott, Berlin, und Professor Frederic L. Holmes, Yale University, New Haven/USA (23. Mai).
1997:
Preisträgerinnen waren: Dr. Ursula Schling-Brodersen, Schriesheim/Mannheim für ihre Dissertation "Liebig und die landwirtschaftlichen Versuchsstationen" und Dr. Elisabeth Chr. Vaupel vom Deutschen Museum, München für ihre chemiegeschichtlichen Arbeiten über Liebigs Glasversilberung sowie ihre Beiträge zu Wöhler und Sainte-Claire Deville.
1998:
zum fünfjährigen Jubiläum wurde am 11. Juni 1998 in Göttingen der Preis an Dr. Ulrike Thomas, Mutterstadt, für ihre auch als Buch veröffentlichte Dissertation "Die Pharmazie im Spannungsfeld der Neuorientierung: Philipp Lorenz Geiger (1785-1836), Leben, Werk und Wirken - Eine Biographie" vergeben. Dem Liebig-Forscher Dipl.-Ing. Carlo Paoloni, Mailand, wurde die Medaille (posthum) für die einzige, existierende Justus von Liebig Bio-Bibliographie und für weitere bibliographische Arbeiten aus den Veröffentlichungen Liebigs und Wöhlers vom Göttinger Preisgremium verliehen.
1999:
wurden am 24. Juni anläßlich der Hauptversammlung der Göttinger Chemischen Gesellschaft, Museum der Chemie und anschließender GDCh-Sitzung als sechste Preisverleihung folgende Preisträger geehrt: Prof. Dr. Dr. Johannes Büttner, Isernhagen für seine Untersuchungen zur Geschichte der klinischen Chemie, speziell im Zusammenhang mit Justus von Liebig und seinem Schüler von Scherer als wesentlicher Beitrag zur Forschung im Sinne der Statuten der Preis-Stiftung und Dr. Viktor A. Kritsman, Deutsches Museum München für seine Forschungen zur Geschichte der russischen Chemiker des 19. Jahrhunderts und des Einflusses Justus von Liebigs auf seine russischen Schüler ("Liebig, der Urgroßvater der russischen Chemiker").
2000:
Geehrt wurden am 11. Mai: Dr. Martin Kirschke, Meine für seine chemiehistorischen Arbeiten über Karl Wilhelm Gottlob Kastner, den Lehrer Justus von Liebig und Dr. Walter Botsch, Schwäbisch Gmünd für seine Untersuchungen über den Begriff der Lebenskraft bei Justus von Liebig.
2001:
am 6. Juli wurde der Preis an Dr. Robin Keen, England für seine erste englische Friedrich Wöhler Biographie verliehen. Prof. Dr. Otto Krätz, Starnberg erhielt für seine zahlreichen chemiehistorischen Publikationen und seine historischen, chemischen Experimental-Vorlesungen ebenfalls den Liebig-Wöhler-Freundschaftspreis und eine Medaille.
2002:
am 17. Mai wurde der Preis und die Medaille an Prof. Dr. Alan J. Rocke, USA verliehen, und zwar für seine profunde Quellenkenntnis zu den deutschen Chemikern im Umfeld von Liebig, sowie für seine neuartige chemiehistorische Methodik, welche experimentelle Untersuchungen zum Bau und den Eigenschaften der historischen Instrumente einbezieht, und auf diese Weise Liebigs Elementaranalyse in neuem Licht erscheinen läßt.
2003: am 24. Mai wurde der Preis und die Medaille an Dr. Stefan Ross, Essen verliehen. Dr. Ross wurde vor allem für die Veröffentlichung der hervorragend kommentierten Quellenedition zur Geschichte der Hochschulchemie und der chemischen Technologie des 19. Jahrhunderts mit dem Titel: "Carl Schmidt (1822-1894). Tagebuchaufzeichnungen, Briefe und wissenschaftliche Reiseberichte des Dorpater Chemikers Carl Schmidt aus den Jahren 1842-1881" ausgezeichnet.
2004: am 03. Juni wurde der Preis und die Medaille an Dr. Mel C. Usselman (Associate Professor), Kanada verliehen. Seine Arbeiten leisten einen wichtigen Beitrag zur Chemiegeschichte und Liebig-Forschung und sind damit auch Basis für zukünftige Forschungen.
2005: am 8. Juli wurde der Preis und die Medaille an Dr. Susanne Poth, Wiesbaden verliehen. Ausgezeichnet wurden ihre Untersuchungen über den Liebig-Schüler Carl Remigius Fresenius.
2006: am 6. Mai wurde der Preis und die Medaille an Dr. Christine Stock, Mainaschaff verliehen. Ausgezeichnet wurde ihre Dissertation "Robert Wilhelm Bunsens Korrespondenz vor dem Antritt der heidelberger Professur (1852) - Kritische Edition".
2007: am 12. Mai wurde der Preis und die Medaille an Dr. Jochen Haas, Kelsterbach verliehen. Ausgezeichnet wurde Dr. Haas für seine Dissertation über "Vigantol - Adolf Windaus und die Geschichte des Vitamin D".
2008: am 14. Juni wurde der Preis und die Medaille an Dr. Günther Beer, Göttingen verliehen. Ausgezeichnet wurden seine wissenschaftlichen Arbeiten zur Chemiegeschichte.
2009: am 06. Juni wurde der Preis und die Medaille an Prof. Dr. Christoph Meinel, Regensburg verliehen. Ausgezeichnet wurden seine chemiegeschichtlichen Arbeiten zu Liebig und Wöhler.
2010: am 29. Mai wurde der Preis und die Medaille an Prof. Dr. Horst Remane, Leipzig verliehen. Ausgezeichnet wurden seine vielseitigen chemiehistorischen Beiträge.
2012: am 05. Mai wurde der Preis und die Medaille an Dr. Petra Renate Stumm, Lobbach verliehen. Ausgezeichnet wurde ihre Arbeit über das Leben und Werk des Heidelberger Chemikers Leopold Gmelin.
2013: am 08. Juni wurde der Preis und die Medaille an Dr. Neill Busse, Herborn verliehen. Ausgezeichnet wurde er für seine chemiegeschichtliche Dissertation mit dem Titel "Die chemische Elite. Das Netzwerk Justus Liebigs und seiner Schüler".


Informationen sind erhältlich bei:
Loretta Lewicki
Tel.: 0621-669430, Fax: 0621-66943-11, Email: prohama.eva@t-online.de
Dr. Ulrich Schmitt, Tammannstraße 6, D-37077 Göttingen,
Tel. 0551-3933114, Email: uschmit@gwdg.de

Bewerbungen für das Jahr 2014 bitte bis 15-12-2013 bei Dr. Schmitt in Göttingen einreichen mit der Bitte um je eine Kopie an den Stifter nach Ludwigshafen/Rh.

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